30 November, 2009
Die School of Public Policy der Universität Erfurt trägt jetzt Willy Brandt im Namen
Die 2002 gegründete „Erfurt School of Public Policy“ (ESPP) heißt jetzt „Willy Brandt School of Public Policy“ – nach dem früheren deutschen Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger. Bei einem Festakt am 27. November wurde die Umbenennung offiziell vollzogen. „Die Außenpolitik Willy Brandts war geprägt durch den Willen zum Dialog. Ihm kam es stets darauf an, die konkreten Lebensumstände der Menschen zu verbessern und zu erleichtern. Für uns ist dies ein Leitbild, da wir junge Menschen aus aller Welt ausbilden, die nach ihrem Abschluss Verantwortung in der und für die Gesellschaft übernehmen“, erläuterte Professor Dr. Dietmar Herz, Gründungsdirektor und heutiger Vorsitzender des Beirats der Willy Brandt School.An der Willy Brandt School bereiten sich junge Menschen aus aller Welt auf eine Karriere in der Politik, im öffentlichen Dienst oder in internationalen Unternehmen vor – in dem zweijährigen Studiengang „Master of Public Policy“ (M.P.P.). In diesem Wintersemester haben 57 Studierende ihr M.P.P.-Studium aufgenommen. Sie bilden den bisher größten Jahrgang. „Wir freuen uns sehr über die Bereicherung. Die neuen Studierenden kommen aus 26 Ländern zum Studium nach Erfurt. 30 von ihnen wurde die durch Stipendien des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) und der Haniel Stiftung ermöglicht. Auch das ist ein neuer Rekord“, sagte Professor Dr. Frank Ettrich in seinen Begrüßungsworten zum Festakt. Der stellvertretende Direktor hat die Leitung der Willy Brandt School von Professor Herz übernommen, nachdem dieser zum Staatssekretär im Thüringer Justizministerium ernannt wurde.
In Kürze zieht die Willy Brandt School in ein neues Gebäude um. Dafür hat die Universität Erfurt, die vor gut einem Jahr die School of Public Policy in den Rang einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung erhoben hatte, ein Haus an der Nordhäuser Straße 39 angemietet – schräg gegenüber dem Campus. „Dort wird es noch besser möglich sein, miteinander zu kommunizieren und den Ansprüchen an moderne universitäre Ausbildung und Forschung gerecht zu werden“, so Professor Ettrich. Großzügige Unterstützung für die neuen Räumlichkeiten und das neue Erscheinungsbild erhielt die Willy Brandt School von der Haniel Stiftung. Diese engagiert sich als strategischer Kooperationspartner, indem sie nicht nur ausgewählte M.P.P.-Studierende mit Stipendien fördert, sondern auch zwei Public Policy-Professuren und administratives Personal anteilig finanziert. Schließlich kooperieren Haniel Stiftung und Willy Brandt School auf Projektebene im Bereich der deutsch-russischen Beziehungen.
Zum feierlichen Festakt am 27. November im Auditorium Maximum der Universität waren etwa 200 Gäste geladen. Sie hörten Grußworte von Professor Kai Brodersen, Präsident der Universität Erfurt, Andreas Bausewein, Oberbürgermeister der Stadt Erfurt und Franz M. Haniel, Kuratoriumsvorsitzender der Haniel Stiftung. Walter Scheel, der ehemalige Bundespräsident und politische Weggefährte Willy Brandts, hatte schriftlich ein Grußwort beigesteuert, das dem Publikum verlesen wurde. Die Festreden hielten Willy Brandts Witwe, die Publizistin und Historikerin Brigitte Seebacher, und Kurt Biedenkopf, ehemaliger sächsischer Ministerpräsident und heutiger Kuratoriumsvorsitzender der Berliner Hertie School of Governance. In den Redebeiträgen wurde vielfach die besondere historische Beziehung zwischen Willy Brandt und Erfurt herausgestellt. Für die musikalische Umrahmung sorgten das Marinquartett der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ aus dem benachbarten Weimar und die Sopranistin Eva Wenniges. Der Festakt klang am Abend bei einem Empfang in den neuen Räumlichkeiten der Willy Brandt School aus.
Weitere Informationen/Kontakt:
Willy Brandt School of Public Policy der Universität Erfurt
Kai Ahlborn, M.A.
T +49 (0)361 737-4930
F +49 (0)361 737-4939
publicpolicy@uni-erfurt.de
www.brandtschool.de
